Presseinformationen
20.07.2006
Hauptversammlung
Rede Dr. Gebert zur HV
Dr. Frank Gebert
Vorsitzender des Vorstandes
der ALNO AG
Redestichpunkte zur
Hauptversammlung
am 19. Juli 2006
in Pfullendorf
Es gilt das gesprochene Wort.
0.) Begrüßung
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, meine Damen und Herren, liebe Gäste.
Ich freue mich, dass Sie so zahlreich zu unserer ordentlichen Hauptversammlung nach Pfullendorf gekommen sind. Im Einzelnen darf ich begrüßen:
- Den Bürgermeister der Stadt Pfullendorf, Herrn Dr. Heiko Schmid.
- Die Sprecher der Aktionärsvereinigungen.
- Die Vertreter von Banken, Sparkassen und Versicherungen.
- Die Vertreter der Medien und
- alle weiteren Gäste sowie
- die Mitglieder des Aufsichtsrats.
Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für Ihre Teilnahme an der Hauptversammlung 2006 der ALNO AG.
0.) Einführung
Meine Damen und Herren,
vor rund einem Jahr haben wir auf der damaligen Hauptversammlung auf die schwierigen Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres 2005 hingewiesen:
- Problemzone I: Einstandspreise
Massive Preissteigerungstendenzen auf den Beschaffungsmärkten, besonders im Bereich von stahlbasierten Produkten (Elektrogeräte, Beschläge, etc.) und Spanplatten. Die Ursache: Ressourcenverknappung im Verhältnis zur Nachfrage. Darüber hinaus: Erhebliche Kostenerhöhungen in der Logistik durch die Einführung der Maut sowie durch hohe Rohölpreise (3,5 Mio. EUR Kostenplanerhöhung).
Alles in allem hatten wir mit extern verursachten Sachkostensteigerungen gegenüber dem Vorjahr von weit über 10 Mio. EUR zu rechnen. - Problemzone II: Küchenmöbelmarkt Deutschland
Rezessive Nachfrage und preisaggressiver Verdrängungswettbewerb auf dem deutschen Absatzmarkt mit Umsatzrückgang und Margenverfall als Folgewirkung. - Problemzone III: ALNO Konzern
Interner Restrukturierungsbedarf zwecks Bereinigung von Effizienz- bzw. Ergebnisbelastungen.
Gleichzeitig zu den zu bewältigenden Schwierigkeiten hatten wir auf Maßnahmenprogramme verwiesen, die darauf angelegt sind, den aufgezeigten Bedrohungen entgegenzutreten. Diese hatten wir bereits in 2004 geplant und anschließend in die Umsetzung gebracht.
Es galt, die im Jahr 2004 erstmals seit langen Verlustjahren wieder erreichte Profitabilität in 2005 trotz der genannten Probleme zu verteidigen. Hierbei waren wir bereit, einmalige Sonderbelastungen zu Lasten des Geschäftsergebnisses in Kauf zu nehmen, um Altlasten und Strukturprobleme zu bereinigen und damit die Substanz des Unternehmens weiter zu kräftigen.
Unsere Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2005 bewegte sich in einem EBT - Korridor zwischen -2,0 Mio. EUR und +1,0 Mio. EUR vor außerordentlichen Sonderbelastungen.
Wie ist nun das Geschäftsjahr 2005 tatsächlich gelaufen, wie hat sich unser Unternehmen in 2005
entwickelt?
1.0 Geschäftsentwicklung 2005
Um es vorweg zu nehmen: Die negativen Erwartungen haben sich leider voll bestätigt:
- Konsumentenzurückhaltung, Marktschrumpfung, Margenverfall und Verdrängungswettbewerb in Deutschland auf der Absatzseite, Kostendruck auf breiter Front auf der Beschaffungsseite. Der Inlandsmarkt ist ein weiteres Mal zurückgegangen, in 2005 um -4,1%. Seit 2002, wo wir die Sanierung und Neuausrichtung des ALNO Konzerns begonnen haben, ist der Markt in Deutschland insgesamt um über -18% geschrumpft und hat in diesen vier Jahren 29 Küchenproduzenten die Existenz gekostet. Allein sechs Küchenmöbler haben sich in 2005 verabschiedet. Das allein macht deutlich, in welchem Umfeld der Konzern sich in den letzten Jahren hat behaupten müssen, und wie problematisch das abgelaufene Geschäftsjahr 2005 gewesen ist.
Die gute Nachricht:
- Unsere Maßnahmenprogramme haben gegriffen, so dass wir trotz erheblicher Sonderbelastungen durch Altlasten und Restrukturierung ein positives Geschäftsergebnis in 2005 erzielen konnten.
2.0 Ergebnisentwicklung
Der ALNO Konzern hat entsprechend den neuen gesetzlichen Regelungen das Geschäftsjahr 2005 erstmals nach der IFRS - Norm bilanziert.
Nach der neuen IFRS - Logik ist im Geschäftsjahr 2005 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von EUR 0,6 Mio. erwirtschaftet worden. Das Geschäftsergebnis beinhaltet außerordentliche unternehmerische Einmalbelastungen in Höhe von insgesamt rund EUR -4,7 Mio. aus
- dem Verkauf der WELLPAC Möbelwerke GmbH. WELLPAC war der größte Verlustbringer des Jahres 2004 (- 2,7 Mio. EUR);
- dem Desinvestment des unwirtschaftlichen
Elektrogerätelagers in Ennigloh sowie - einer „Treue- und Erfolgsprämie“ für die Poolbanken des Unternehmens für ihr in den
Krisenzeiten des Unternehmens aufrecht erhaltenes Engagement bei der ALNO AG.
Zusätzlich hat das Unternehmen im operativen Geschäft gegenüber Plan und Vorjahr vergangenheitsbezogene außerordentliche Negativeinflüsse in Höhe von rund EUR -1,7 Mio. verkraftet:
- -1,0 Mio. EUR Sonderbelastungen bei Wellmann
- -0,7 Mio. EUR außerordentliche Ergebnisbeeinträchtigungen bei der ALNO AG
Bereinigt um einmalige Negativeinflüsse beläuft sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) des ALNO Konzerns in 2005 auf EUR 7,0 Mio. und vergleicht sich mit einem ausgewiesenen EBT in 2004 nach IFRS von EUR 5,4 Mio. Unsere Prognose von -2,0 bis +1,0 Mio. EUR EBT ist deutlich übertroffen worden.
Zusätzlich belastet die nochmalige Aufstockung der Rückstellungen für Altpensionen um 1,0 Mio. EUR (ALNO AG) das Geschäftsergebnis.
Positiv auf die Ergebnisentwicklung ausgewirkt hat sich die Übertragung des bei der ALNO AG seit langem praktizierten Aktivierungs- bzw. Bilanzierungsprinzips von Musterküchenplatzierungskosten auf die CASAWELL Gruppe (EUR 4,0 Mio.). Dies ist kein außerordentlicher Einmaleffekt, sondern hat auch in Zukunft im Sinne der Bilanzeinheitlichkeit und -kontinuität Bestand.
Resümee: Der ALNO Konzern hat somit das schwere Geschäftsjahr 2005 mit einem deutlich über den Prognosen liegenden Ergebnis vor Steuern (EBT) abgeschlossen.
Das Kerngeschäft, die ALNO AG, Pfullendorf, (ohne Beteiligungen und ohne Betriebsstätte ALNO MIDDLE EAST) war im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) nach IFRS von EUR 1,5 Mio. nunmehr im dritten Jahr in Folge trotz rezessiver Marktverhältnisse profitabel. Bereinigt um außerordentliche Sonderbelastungen übertrifft das Vor- Steuer- Ergebnis der ALNO AG (ohne Beteiligungen) das Vorjahresergebnis und stellt so gesehen das beste Geschäftsergebnis seit 1995, dem Jahr der Börseneinführung, dar.
Das Segment der Markenlosen Küchen hält, bereinigt um einmalige Sonderbelastungen, seinen Ergebnisbeitrag gegenüber dem Vorjahr.
Hierbei ist vor allem die Tochtergesellschaft IMPULS hervorzuheben, die mit einem Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2005 das beste Ergebnis vor Steuern seit 1997 ausweist.
- Die Firma WELLMANN kann ihren deutlichen Umsatzrückgang, zum Teil bedingt durch den Rückgang des ergebnisneutralen Elektrogeräte-geschäftes, zum Teil sortimentsbedingt, durch erheblich reduzierte Kosten sowie die erstmals in 2005 vorgenommene Aktivierung von Musterküchenkosten (siehe oben) ergebnismäßig gegenüber dem Vorjahr weitgehend ausgleichen.
- PINO liefert in 2005 wie gewohnt einen soliden positiven Ergebnisbeitrag ab, wobei umsatzbedingt das Spitzenergebnis des Vorjahres erwartungsgemäß nicht gehalten werden kann.
Das Auslandsgeschäft hat seinen Ergebnisbeitrag nach den umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre in 2005 nochmals gegenüber dem Vorjahr erhöhen können. Hierzu trägt das bei den Tochtergesellschaften, vor allem aber bei den Importeuren erzielte Wachstum bei insgesamt optimierten Kosten bei.
3.0 Umsatzverlauf
Der Konzernumsatz beläuft sich im Geschäftsjahr 2005 auf EUR 612,8 Mio. (Vorjahr: EUR 649,3 Mio.) und weist damit einen Rückgang zum Vorjahr von -5,6% aus; der Inlandsmarkt ist in 2005 um -4,1% geschrumpft (s.o.).
Um zu einem aussagefähigen Vorjahresvergleich zu kommen, ist der Konzernumsatz des Jahres 2005 zu bereinigen
- um die durch den WELLPAC - Verkauf im zweiten Halbjahr entfallenen Umsätze (- 10,9 Mio. EUR),
- um den Rückgang des ergebnisneutralen externen Elektrogerätegeschäftes (- 21,6 Mio. EUR),
- sowie um den Umsatzentfall, der aus dem Rückgang der deutschen Küchenmöbelbranche resultiert:
Der ALNO Konzern wird als Marktführer in voller Breite von einem Branchenrückgang getroffen. Bei einem Marktanteil in Deutschland von Auftragsbezogen um 36% und Umsatzbezogen 24% bedeutet jedes Prozent Marktrückgang für unser Unternehmen einen Umsatzausfall von -4,8 Mio. EUR. Der inländische Küchenmarkt ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um -4,1% zurückgegangen, dies bedeutet für unser Unternehmen bei gleichbleibenden Marktanteilsverhältnissen einen Umsatzausfall von -19,6 Mio. EUR.
Das heißt, dass die Umsatzentwicklung des Konzern Küchenmöbelgeschäftes (ohne Elektrogeräte) in 2005 unter gleichen Voraussetzungen wie im Geschäftsjahr 2004 um +2,4% über dem Vergleichswert des Vorjahres 2004 liegt.
Der Hauptwachstumsträger war in Kontinuität der Vorjahre der Kernbereich des Konzerns, das Inlandsgeschäft der ALNO AG (ohne Beteiligungen), das nach einem Wachstum von +27,4% in 2004 in der Geschäftsperiode 2005 um weitere +6,7% auf EUR 129,8 Mio. zugelegt hat. Neben einer intensiven, professionell gesteuerten Kundenbetreuung und einem konsequenten integrierten Handels- und Endverbrauchermarketing haben vor allem die neuentwickelten Produkte aufgrund ihrer gleichermaßen Konsumigkeit, Anwendungs- und Designorientierung sowie ihres Innovationsgehaltes wesentlich zu der überzeugenden Umsatzentwicklung der Marke ALNO in Deutschland beigetragen.
Die Umsatzentwicklung bei den Markenlosen Küchen in Deutschland ist einerseits durch ein überdurchschnittliches Wachstum bei IMPULS geprägt, andererseits verliert WELLMANN, zum Teil sortimentsgetrieben, deutlich an Umsatz. Die Firma PINO hat sich in 2005 leicht unterdurchschnittlich entwickelt.
Bei allen Gesellschaften geht der Elektrogeräte-umsatz zurück und ist damit ein wesentlicher Faktor des Umsatzverlustes im Bereich der Markenlosen Küchen.
Das Auslandsgeschäft wächst in 2005 gegenüber der Vorperiode bei positiver Gesamtmarktverfassung um +5,9 % auf EUR 182,9 Mio. Als Haupttreiber des Wachstums, zu dem sowohl die Tochter-gesellschaften als auch das Importeuregeschäft beitragen, ist hauptsächlich der im Zuge der „Produktoffensive Ausland“ erfolgten Weiterentwicklung unseres Leistungsangebots zuzuschreiben sowie einer in Teilen professionelleren Marktbearbeitung. Unser weltweit angelegtes Flagshipstore - Konzept unterstützt die positive Auslandsentwicklung.
4.0 Kostenentwicklung
Die Gesamtkosten haben sich in 2005 entgegen den erwarteten allgemeinen Kostenerhöhungen vor allem im Material- und Logistikbereich sowohl gegenüber Vorjahr als auch gegenüber Plan insgesamt verringert. Neben umsatzbedingten Effekten waren interne Kostensenkungsprogramme die Ursache für die rückläufige Kostenentwicklung.
Mit EUR 621,9 Mio. lagen die Gesamtkosten des Konzerns in 2005 um EUR -26,4 Mio. unter denen des Vorjahres. Seit 2003 haben sich die Gesamtkosten im Konzern um insgesamt -6,8% reduziert.
Die bereits in 2004 frühzeitig aufgesetzten Maßnahmenprogramme zur Eindämmung der erwarteten marktbedingten Kostenerhöhungen sowie das im Rahmen von FUTURA bereits seit 2002 begonnene Effizienzmanagement haben den ALNO Konzern in die Lage versetzt, den insgesamt schwierigen externen, aber auch internen Rahmenbedingungen des Jahres 2005 standzuhalten.
5.0 Personal
Der ALNO Konzern hat im Jahresdurchschnitt 2005 insgesamt 2.664 Mitarbeiter (ohne Sondergruppen) beschäftigt und damit den Vorjahreswert von 2.755 Mitarbeitern um -3,4% unterschritten. Die größten Produktivitätsfortschritte (gemessen am Nettoumsatz pro Mitarbeiter) konnten die ALNO AG, Pfullendorf, und IMPULS, Brilon, mit Steigerungen zum Vorjahr von +8,5% beziehungsweise +5,3% erzielen.
Die kontinuierliche Verbesserung der Effizienz ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Stabilität des ALNO Konzerns und seiner Gesellschaften. Hierbei spielt die übergreifende Funktions- und Prozessintegration innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette eine wichtige Rolle. Die Entwicklung des Personalbestandes macht deutlich, dass der ALNO Konzern diesbezüglich auf dem erforderlichen Weg ist.
6.0 Investitionen und Finanzen
Der Operative Cash Flow (vor Berücksichtigung der Veräußerungseffekte aus WELLPAC) beläuft sich im Jahr 2005 auf EUR 39,9 Mio. und liegt damit auf Vorjahreshöhe (2004: EUR 40,9 Mio.). Das bedeutet, dass der ALNO Konzern trotz aller zu verarbeitenden Negativeinflüsse seinen Zahlungszufluss aus dem operativen Geschäft auf dem in 2004 erreichten hohen Niveau gehalten hat.
Der erwirtschaftete Cash Flow hat die Basis dafür geliefert, dass der Konzern EUR 33,2 Mio. in 2005 investieren konnte, was eine Steigerung zum Vorjahr von +15,7% bedeutet. Hierbei entfiel, wie in den vorausgegangenen Jahren auch, der größte Anteil (63,4 %) auf Investitionen in Musterküchen für unsere Handelspartner.
Das Investitionsvolumen von 21,1 Mio. EUR in Ausstellungsküchen für den Handel - bei durchschnittlichen Steigerungsraten von rund 20% p.a. in den letzten Jahren - macht das hohe Engagement des ALNO Konzerns für den Verbraucher im Sinne unserer Handelspartner deutlich: Wir wollen jedem Kücheninteressenten unsere Produkte über den Handel möglichst bequem und unkompliziert vor Ort präsentieren, um ihm eine bestmögliche Entscheidungsbasis für seinen beabsichtigten Küchenkauf zu geben. Gleichzeitig stellen wir unseren Handelspartnern die für eine erfolgreiche Beratung notwendigen Verkaufshilfen u.a. in Form von Musterküchen umfassend zur Verfügung.
Im Geschäftsjahr 2005 konnten trotz erhöhter Investitionen und einem durch Restrukturierung und Altlasten gedrückten Ergebnis die Darlehensverbindlichkeiten um netto -3,6 Mio. zurück geführt werden.
Die Liquidität belief sich zum Jahresende auf 16,3 Mio. EUR und hat trotz der auszahlungsintensiven Geschäftsperiode (Investitionen, Restrukturierung, Tilgungen) ein vergleichsweise hohes Niveau beibehalten können. Die im Berichtsjahr realisierte Kapitalerhöhung hat die Liquidität des Konzerns zusätzlich gestärkt (+5,0 Mio. EUR).
Bei um -1,8% gegenüber dem Vorjahr verkürzter Bilanzsumme von 267,0 Mio. EUR hat sich das Eigenkapital des Konzerns zum Jahresende 2005 im Vorjahresvergleich nach IFRS um +31,4% auf EUR 41,0 Mio. erhöht. Diese positive Entwicklung resultiert aus der in der Geschäftsperiode durchgeführten Kapitalerhöhung, die dem Unternehmen insgesamt EUR 10,4 Mio. zugeführt hat.
Gegenüber einem HGB Bilanzausweis führt die Umstellung der Bilanzierungsmethodik auf IFRS zusätzlich, vor allem aufgrund von Neubewertungen des Anlagevermögens (EUR +5,3 Mio.), zu einem Zuwachs von EUR 9,4 Mio. gegenüber 2004.
Das Eigenkapital des ALNO Konzerns erreicht in 2005 das höchste Niveau der letzten Jahre und hat sich damit seit 2003 um insgesamt EUR 21,9 Mio. (+114,7 %) erhöht. Das Eigenkapital der ALNO AG ist in den letzten beiden Jahren um +34,1 Mio. EUR gestiegen (+140,2%), gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres von 41,0 Mio. EUR (IFRS) wächst das Eigenkapital der ALNO AG in 2005 um 42,7% bzw. +17,5 Mio. EUR.
Mit einer mehr als Verdopplung des Eigenkapitals im Konzern und bei der ALNO AG in den letzten zwei Jahren hat das Unternehmen eine fundamentale Stabilisierung und Werterhöhung erfahren. Die überdurchschnittliche Entwicklung des Eigenkapitals (bei verringerter Bilanzsumme und Abbau von Darlehensverbindlichkeiten) ist ein Indikator dafür, in welchem Maße die Substanz des ALNO Konzerns in den letzten Jahren gestärkt worden ist.
Ich kann mich noch gut an das Jahr 2003 erinnern, als das Eigenkapital der ALNO AG Gefahr lief, unter 10 Mio. EUR zu sinken und sich damit halbiert hätte. Die Folgen hieraus wären nur noch schwer steuerbar gewesen. Gott sei Dank ist uns dieses Szenario erspart geblieben, wir reden heute nicht mehr über 10 Mio. EUR Eigenkapital, sondern über 58 Mio. EUR.
7.0 Wertentwicklung
Der Aktienkurs der ALNO Aktie reflektiert die wertsteigernde Unternehmensentwicklung des ALNO Konzerns seit Beginn unserer Arbeit.
Zu Mitte des Jahres 2002, als die Sanierung des Konzerns auf Basis von FUTURA begann, lag der Kurs bei 1,65 EUR. Zum Jahresende 2005 bewegte sich das Kursniveau bei rund EUR 4,80 (Frankfurt). In der Spitze konnte die ALNO Aktie Kurse von bis zu EUR 8,10 erzielen.
Unterstellt man die Marktkapitalisierung der ALNO AG als Gradmesser für den Wert des Unternehmens, so lag dieser zum Jahresende 2005 bei EUR 50,3 Mio. Zu Beginn der Neuausrichtungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2002 belief sich die Marktkapitalisierung auf EUR 14,8 Mio. Dies bedeutet einen Wertzuwachs der ALNO AG in Höhe von EUR +35,5 Mio. in rund 3 1/2 Jahren.
In Anbetracht dieser Entwicklung hat unser Strategieprogramm FUTURA sein definiertes Oberziel der Wertsteigerung des Unternehmens bisher eindrucksvoll erreicht. Ich komme an anderer Stelle nochmals auf FUTURA zurück.
Zur Zeit bewegt sich der Kurs der ALNO Aktie in einem Bereich um 6,75 EUR und tendiert wieder in Richtung der Höchstkurse des ersten Halbjahres 2005.
Lassen Sie mich an dieser Stelle zwei Bemerkungen machen zu den Extremata der Kursentwicklung (8,10 EUR / 4,80 EUR):
- Die Spitzenmarke von 8,10 EUR wurde im
Frühjahr 2005 kurz vor der Bilanzpressekonferenz über das Geschäftsjahr 2004 erreicht. Das Rekordergebnis des Jahres 2004 hatte scheinbar die Anleger in Kauflaune versetzt. Wir haben dann auf der Bilanzpressekonferenz im letzten Jahr neben der positiv verlaufenen Restrukturierungsarbeit und der dementsprechenden Ergebnisentwicklung auch auf die Risiken aufmerksam gemacht, mit denen der ALNO Konzern konfrontiert ist: - extern
Rezessiver Kernmarkt, Verdrängungs-wettbewerb, Einstandspreissteigerungen, etc. - intern
Restrukturierungsbedarf (seiner Zeit z.B. WELLPAC), Altlasten (z.B. Verschuldung, Garantieverpflichtungen Folienfehler, etc.), strukturelle Ineffizienzen (z.B. Prozesse, Personal, etc.).
Eine objektivere Bewertung des Unternehmens unter Würdigung des Risikopotenzials, dem es zu begegnen gilt, hat den Kurs der ALNO • Aktie dann einem zu diesem Zeitpunkt realistischeren Niveau auf Basis von 4,00 EUR bis 5,00 EUR zu geführt.
- Obwohl sich der ALNO Konzern Jahr für Jahr mit großen Schritten nach vorne entwickelt und der Unternehmenswert substanziell und ertragsbezogen eine hervorragende Entwicklung genommen hat, bestehen die oben genannten Risiken, natürlich in veränderter Gewichtung, weiter fort: Vor drei Jahren waren die internen Probleme fast erdrückend, und das negative externe Marktszenario war untergeordnet. Heute sind wir intern unvergleichlich besser aufgestellt, die von den Beschaffungs- und Absatzmärkten ausgehenden Bedrohungen werden zu Recht verschärft thematisiert.
Wir sind dankbar, aus dem jahrelangen tiefen Verlusttal heraus zu sein und eine gewisse Stabilität erreicht zu haben. Wir freuen uns über Mehrwert und steigende Kurse.
Lassen Sie mich jedoch an dieser Stelle bewusst deutlich machen, dass wir angesichts der dünnen Ergebnisdecke einerseits und dem negativen externen Umfeld andererseits in den nächsten Jahren zwingend weiteren Handlungsbedarf haben, unsere Leistungsfähigkeit zu verbessern und das Unternehmen hinsichtlich Stabilität und Ertragskraft in den notwendigen Korridor zu führen. Bei der Bewertung der ALNO AG darf auch die Altlast der hohen Verschuldung (95,2 Mio. EUR) nicht außer Acht gelassen werden. Wir haben im letzten Jahr rund 9,7 Mio. EUR Zinsen zahlen müssen. Nur etwa die Hälfte an Fremdmitteln bzw. Zinsen ist notwendig, um das Geschäft zu betreiben. Das heißt: Auch auf der Kreditseite muss noch sehr viel Arbeit geleistet werden, um den Unternehmenswert weiter nach oben zu bringen.
Ich werde auf die zukünftige Unternehmensentwicklung des ALNO Konzerns im Rahmen meiner Einlassungen zu FUTURA zurückkommen.
8.0 RESÜMEE ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2005
Die Ergebnis- und Kapitalentwicklung des ALNO Konzerns ergibt für das Jahr 2005 zusammengefasst ein erfreuliches Bild:
- Der ALNO Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2005 trotz erheblicher interner Restrukturierungs- bzw. Optimierungsbelastungen und eines sowohl auf den Beschaffungs- als auch auf den Absatzmärkten nochmals verschlechterten Umfelds behauptet und auch im zweiten Jahr in Folge profitabel gearbeitet.Die Bereinigung von strategischen und operativen Altlasten ist verkraftet worden und hat das Unternehmen weiter gestärkt. Die Sanierungs- und Neuausrichtungsbemühungen der Jahre 2002 bis 2005 haben in dem schweren Geschäftsjahr 2005 ihre Nachhaltigkeit bewiesen und zur Widerstandsfähigkeit beigetragen.
- Rechtzeitig bereits in der Vorperiode 2004 eingeleitete markt- und kostenorientierte Maßnahmen im Rahmen des Strategieprogramms FUTURA haben maßgeblich zur Stabilität des Unternehmens in 2005 beigetragen und den Konzern reagibel gemacht.
- Neben der systematischen Vertriebs- und Marketingarbeit waren vor allem die auf Effizienzerhöhung und Kosteneinsparungen angelegten Managementprogramme von Prozessen und Einzelfunktionen erfolgstreibend. Eine entscheidende Bedeutung für den Konzern kam in 2005 der Sortimentspolitik zu, die über eine gezielt gesteuerte, mehrdimensionale Entwicklungsmatrix Verbraucher- und Architekturtrends in Funktionalität und gleichermaßen konsumige als auch zukunftsorientierte Gestaltung umgesetzt hat. Hierbei wurden in vielen Bereichen Vorteile gegenüber dem Wettbewerb erarbeitet, gleichzeitig konnte innerhalb der Konzernsortimente auf Basis eines systematischen Entwicklungsschemas eine weitere kundenorientierte Differenzierung erreicht werden. Die auf den Hausmessen über alle Firmenproduktprogramme erzielten zwei- bzw. sogar dreistelligen Zuwachsraten von Musterküchenplatzierungen (zwischen +38% und +300%) sind der eindrucksvolle Beweis der hervorragenden Sortimentsentwicklung. Auch die Nettoerlösentwicklung, die sich trotz preisaggressiven Verdrängungswettbewerbs insgesamt stabil gezeigt hat, hat merklich von der vielschichtigen Qualität unserer Leistungsprogramme profitiert. Gleichzeitig konnten über eine weitere Standardisierung der Produktarchitektur Komplexitätskosten gesenkt werden.
- Die Ertragskraft hat sich trotz der genannten außerordentlichen Negativeffekte gegenüber dem Vorjahr stabil gezeigt und dadurch höhere Investitionen und einen weiteren Schuldenabbau erlaubt. Trotz höherer Investitionen, Darlehntilgungen und Sonderbelastungen hat sich die Liquidität über das gesamte Jahr hinweg auf hohem Niveau bewegt.
- Die deutliche Erhöhung des Eigenkapitals (+31,4% zu 2004 IFRS) hat die wirtschaftliche Substanz des Konzerns fundamental gefestigt.
- Das Ziel von FUTURA, die Steigerung des
Unternehmenswertes, hat sich auch in 2005 weiter fortgesetzt. Der Kurs der ALNO Aktie lag zum Jahresende um +19,1% über dem Vergleichwert des Vorjahres, in der Spitze wurde mit 8,10 EUR/Aktie der Höchstwert der letzten Jahre erreicht; dies bedeutet beinahe eine Verdopplung gegenüber dem Kursniveau in 2004.
9.0 Strategische Unternehmensentwicklung
9.1 Statusbestimmung
Der ALNO Konzern hat im Geschäftsjahr 2005 die Unternehmensstrategie FUTURA III als Weiterentwicklung der in den letzten Jahren verfolgten Strategieprogramme erarbeitet. In Kontinuität zur Vergangenheit ist das bestehende Zielsystem fortgeschrieben worden:
- Wertsteigerung über die Erhöhung von Profitabilität auf Basis relativen Wachstums und Effizienzverbesserungen.
Lassen Sie mich an dieser Stelle, bezogen auf das Zielsystem von FUTURA im Sinne einer Messlatte, mit den
- Oberzielen „Wertsteigerung“ und „Profitabilität“ sowie
- den operativen Instrumentalzielen „relatives Wachstum“ und „Effizienzerhöhung“
eine Bestandsaufnahme der Entwicklung der letzten Jahre machen:
- Ziel „Wertsteigerung“ (nach Marktkapitalisierung): Wertzuwachs von >55 Mio. EUR; die Marktkapitalisierung steigt von 14,8 Mio. EUR auf 70,7 Mio. EUR (06/2002 - 7/2006).
- Ziel „Profitabilität“: Kontinuierliche Ergebnisverbesserung (in negativem Marktumfeld) von -18,6 Mio. EUR (2001) auf 0,6 Mio. EUR bzw. bereinigt 7,0 Mio. EUR (2005)
- Ziel „relatives Wachstum“: Erhöhung des Marktanteils (Anzahl Küchenaufträge) um +68,7% von 20,1% (2002) auf 33,9% (2005).
- Ziel „Effizienz“ (2003 - 2005):
Wareneinsatz/Schrank: -2,1%
Personalkosten/Schrank: -7,1%
Mitarbeiterproduktivität: +17%
Sortimentsproduktivität: +97%
9.2 FUTURA III
Die Erfolge der Vergangenheit schaffen Vertrauen zu FUTURA als Strategieplattform. Wir haben deshalb FUTURA III nach den gleichen Strategieprinzipien aufgebaut und auf die Zukunft hin dynamisiert. FUTURA III beinhaltet zwei wesentliche strategische Leitplanken:
- Ausschöpfung der bestehenden Wachstums- und Effizienzpotenziale im In- und Ausland
Unsere kontinuierlichen Bemühungen um Wachstums- und Effizienzerhöhung hat auf der Basis immer verfeinerter Steuerungsinstrumentarien Jahr für Jahr neue Potenziale eröffnet, die es auszuschöpfen gilt. - Strukturelle Weiterentwicklung unter besonderer Fokussierung des Auslandsgeschäftes.
Die strukturelle Weiterentwicklung umfasst einerseits die Optimierung der heutigen Konzernstrukturen hinsichtlich mehr Effizienz und Transparenz. Darüber hinaus steht die verstärkte Teilnahme an den internationalen Wachstumsmärkten im Vordergrund.
9.3 ALNO MIDDLE EAST
An dieser Stelle ist der im Geschäftsjahr 2005 erfolgte Aufbau einer neuen Konzerntochter in einer der attraktivsten Wachstumsregionen der Welt zu erwähnen: ALNO MIDDLE EAST, Dubai.
ALNO MIDDLE EAST (AME) ist der erste ausländische Produktionsstandort in der Geschichte des ALNO Konzerns. Wir wollen zukünftig stärker auf globaler Basis an den Wachstumspotenzialen teilnehmen, insofern stellt unser Engagement in Dubai einen ersten wichtigen Schritt der Internationalisierungspolitik unseres Unternehmens dar.
Wir haben AME über fast zwei Jahre hinweg systematisch vorbereitet und Schritt für Schritt in der letzten Hälfte des Jahres 2005 realisiert. Zwischenzeitlich ist sowohl die Markt- als auch die Produktionsorganisation aufgebaut worden, die Absatz- und Beschaffungsmärkte werden intensiv bearbeitet und die erforderlichen Steuerungsroutinen vor Ort sind installiert. Wir betreuen kontinuierlich das Geschäft aus Pfullendorf heraus nach der Logik der bestehenden Matrixorganisation, so dass systematische Arbeitsbeziehungen zwischen den jeweils Verantwortlichen in Dubai und Pfullendorf verankert worden sind.
AME hat in den ersten Monaten seiner Arbeit bereits sieben Großprojekte gewonnen und produziert Küchen unter anderem für Bauvorhaben wie „The Palm“. Das akquirierte Auftragsvolumen liegt per Mai bereits um 40,0% über dem Gesamtjahresplan 2006. Wir monitoren zur Zeit ein Bauvolumen von 114,5 Mrd. US $, auf Küchen bzw. Schränke bezogen bedeutet dies einen Markt von 1,2 Mrd. US$.
Das Geschäft ist vielversprechend gestartet. Wir freuen uns über die Anfangserfolge, sind uns aber bewusst, dass wir noch viele neue Erfahrungen in einem bisher nicht geläufigen Kulturkreis beziehungsweise Geschäftsumfeld machen werden, bevor wir in eine eingeschwungene und nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung eingetreten sind.
9.4 Kapitalmanagement
Im Rahmen von FUTURA III spielt das Kapitalmanagement eine wichtige Rolle angesichts
- des hohen Verschuldungsgrades einerseits und
- der Notwendigkeit für Wachstum in weiterentwickelten Strukturen andererseits.
In diesem Zusammenhang möchte ich kurz auf das Thema Investoren eingehen.
Das Geschäftsjahr 2005 hat die Bedeutung von zuwachsenden Finanzmitteln durch Investoren eindrucksvoll hinterlegt. Allein die Entwicklung des Eigenkapitals spricht eine deutliche Sprache.
Vor einem Jahr haben wir einen Prozess aufgesetzt, um idealer weise einen Großinvestor für unser Unternehmen zu gewinnen. Was ist uns wichtig dabei:
- Die Passivseite unserer Bilanz ist durch die verlustreiche Vergangenheit eine Belastung und muss restrukturiert werden.
- Unser Unternehmen muss in neue Strukturen hinein wachsen und benötigt hierzu die notwendige inhaltliche und finanzielle Unterstützung.
- Wir benötigen langfristig orientierte und stabile Gesellschafterstrukturen, so dass FUTURA III konsequent umgesetzt werden kann.
Vor diesem Hintergrund werden wir bei der Auswahl des richtigen Partners auf drei Dinge ganz besonders achten:
- Der potentielle Partner muss FUTURA III und die mit diesem Strategieprogramm verbundenen operativen Meilensteine inhaltlich und finanziell unterstützen.
- Der potentielle Partner muss seriös und langfristig orientiert sein.
- Da wir an stabilen Strukturen interessiert sind, wird die Entscheidung über den Partner nur im Einklang mit den Hauptgesellschaftern erfolgen.
Bei dem Thema „Investor“ geht es in aller erster Linie um eine langfristig angelegte Unterstützung unserer Unternehmensstrategie, nicht aber um kurzfristiges Geldschöpfen, um z.B. die Liquidität weiter zu erhöhen und/oder ein Projekt kurzfristig zu realisieren.
Wir sind Gott sei Dank nicht in Handlungszwängen, sondern wollen zukunftsgerichtet unsere Chancen und Potenziale ausschöpfen.
Nach allen bisherigen Gesprächen - bitte sehen Sie mir nach, dass ich mich nicht konkreter äußern kann - bin ich zuversichtlich, dass wir diesen Prozess bis Ende des Jahres erfolgreich abschließen können.
9.5 Zusammenfassung strategische Unternehmensentwicklung
Wir haben für die nächsten drei bis fünf Jahre ein klares Zielsystem entworfen und sind bereits mitten in der Umsetzung. FUTURA III ist auf Mehrwert angelegt und soll den ALNO Konzern zu höheren Renditen führen. Die heutige Ergebnislage ist trotz der positiven Entwicklung zu instabil und unbefriedigend.
Wir wünschen uns für FUTURA III den gleichen Erfolg wie bei seinen Vorgängern FUTURA I und FUTURA II. Wir setzen dabei wieder auf unsere Kollegen und Mitarbeiter, die auch zu dem Erfolg unserer bisherigen Arbeit maßgeblich beigetragen haben.
10.0 Geschäftsentwicklung 2006
10.1 Ergebnisentwicklung
Der ALNO Konzern hat im laufenden Jahr bereits im Mai den Break Even geschafft und weist ein ausgeglichenes Ergebnis aus (18 TEUR). Das per Mai 2006 aufgelaufene Vor - Steuer - Ergebnis liegt mit Ausnahme des Jahres 2004 deutlich über den Vergleichswerten der Vorjahre, das Ergebnis vor Steuern der Vorjahresperiode wird um +1,2 Mio. EUR übertroffen. Wesentliche außerordentliche Belastungen sind weder für die laufende noch für die vorjährige Geschäftsperiode angefallen.
10.2 Umsatzentwicklung
Der Netto-Umsatz des Konzerns liegt per Mai 2006 bei 253,4 Mio. EUR und steigt gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres (bereinigt um WELLPAC) um +2,3%. Das ergebnisneutrale Elektrogerätegeschäft geht um -5,8 Mio. EUR zurück, so dass das reine Küchenmöbelgeschäft gegenüber dem Vorjahr um +4,6% wächst.
Der Hauptwachstumsträger ist die ALNO AG, Pfullendorf (ohne Beteiligungen) mit einer Umsatzsteigerung von +10,4% gegenüber Vorjahr auf 78,4 Mio. EUR per Mai 2006. Besonders hervorzuheben ist auch das Wachstum von WELLMANN um +5,5% auf 69,4 Mio. EUR. Damit weist das Unternehmen erstmals seit Zugehörigkeit zum ALNO Konzern wieder über eine längere Geschäftsperiode hinweg eine substanzielle Wachstumsrate gegenüber Vorjahr aus.
10.3 Kostenentwicklung
Die Konzern-Gesamtkosten liegen per Mai 2006 mit 243,7 Mio. EUR bei gesteigerten Umsätzen trotz allgemeiner Einstandspreissteigerungen unter Vorjahr. Alle operativen Kostenarten liegen besser als geplant.
10.4 Personal
Der ALNO Konzern hat zum 31.5.2006 2627 Mitarbeiter (ohne Sondergruppen) beschäftigt, was ein Rückgang zum Vergleichswert des Vorjahres von -74 Mitarbeitern bedeutet. Bei steigenden Umsätzen bedeutet dies eine weitere Effizienzverbesserung
10.5 Investitionen
Die Investitionen liegen per Mai 2006 im Konzern bei 15,2 Mio. EUR, was eine Steigerung gegenüber der vergleichbaren Vorjahresentwicklung von +87,7% bedeutet. Neben den Investitionen in Sachanlagen (+22,2%) wachsen insbesondere die Investitionen in Musterküchen um 120,4%. Diese außerordentliche Steigerung zeigt zum einen die hohe Akzeptanz unserer Produkte und untermauert eindrucksvoll den Wachstumspfad des Konzerns.
10.6 Ausblick Geschäftsjahr 2006
Im laufenden Jahr stellt sich das Konsumentenverhalten bisher positiv dar; wir gehen auch für das zweite Halbjahr von einer besseren Entwicklung des Marktes als im Vorjahr aus.
Nichts desto trotz dauert der seit Jahren bestehende Verdrängungswettbewerb in ungebrochener Schärfe weiter an. Geschäftsrisiken drohen auch von der Beschaffungsseite, wo in den nächsten 18 Monaten Preiserhöhungen zwischen 3% - 4% angekündigt werden. Diese sind von der Herstellerseite auf Basis der dünnen Gewinndecke kaum zu tragen.
Trotzdem erwarten wir für das Geschäftsjahr 2006 insgesamt eine Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr vor außerordentlichen Sonderbelastungen.
11.0 Schlusswort
Die Ausführungen zur Unternehmensentwicklung des ALNO Konzerns haben, so hoffe ich zumindest, deutlich gemacht,
- dass unser Unternehmen sich Jahr für Jahr positiv weiterentwickelt und einer Vielzahl von negativen Einflussfaktoren getrotzt hat,
- dass die Maßnahmenkonzepte von FUTURA mit Weitsicht, viel Herzblut und systematischer Steuerung im Detail verfolgt werden und
- dass für die Zukunft weitere Wertsteigerungspotenziale mit einer langfristig angelegten Strategie erschlossen werden können.
Allen Mitarbeitern und Kollegen der ALNO AG, die mitgeholfen haben, die Zukunft zu sichern und das schwere Jahr 2005 zu meistern, aber auch den externen Partnern, die uns positiv begleitet haben, danken wir an dieser Stelle nochmals für Ihr Engagement im Sinne unseres Unternehmens. Wir wünschen uns auch für die Zukunft eine motivierte und konstruktive Unterstützung.
Über die Alno AGDie Alno AG zählt zu den führenden Küchenherstellern Deutschlands. An vier nationalen Produktionsstandorten sowie einem in Dubai bedient Alno den deutschen wie internationalen Markt mit einem Küchenvollsortiment. Zum Alno Konzern gehören neben der Kernmarke Alno auch Wellmann (klassisch-modern), Impuls (minimalistisch) und Pino (Einstiegspreis-Segment). Die Alno AG ist mit zirka 7.000 Vertriebspartnern in mehr als 64 Ländern der Welt aktiv. Im Geschäftsjahr 2008 erwirtschafteten rund 1.900 Mitarbeiter einen Umsatz von rund 511 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 19 Millionen+nbsp;Euro. Der Auslandsanteil am Umsatz betrug 33,7 Prozent.
Hinweis für Redakteure:Wenn Sie mehr über Alno und seine Produkte erfahren möchten, dann besuchen Sie unser Online-Pressezentrum unter
www.alno.ag Dort haben wir auch druckfähiges Bildmaterial von Personen und Produkten für Sie hinterlegt.
Rechtlicher Hinweis:Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Alno AG oder der mit ihr verbundenen Unternehmen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Alno AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Weder die Alno AG noch die mit ihr verbundenen Unternehmen übernehmen eine Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Kontakt:ALNO AG
Leitung Unternehmenskommunikation + Investor Relations
Andrea Wolf
88629 Pfullendorf
Telefon: +49 / 75 52 / 21 - 33 16
Telefax: +49 / 75 52 / 21 - 77 3316
Email: andrea.wolf@alno.de
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